Texterwerkzeug: der Bleistift

Jeder Copywriter sollte ihn in griffbereiter Nähe wähnen: den Bleistift. Was den Stift mit der Graphitmine (es ist natürlich kein Blei enthalten) für den Texter so besonders macht, lässt sich in zehn Punkten kurz, bündig und keck abhandeln:

  1. Der Stift mit dem Holzschaft liegt federleicht in der Hand – das gibt Schwung beim Texten.
  2. Das elegante Grau des Graphits schmeichelt jedem Text.
  3. Garantiert schmierfrei und unverblassbar.
  4. Fehler werden einfach ausradiert.
  5. Das Anspitzen zwischendrin sorgt für kreative Denkpausen.
  6. Durch einen stärkeren Andruck können einzelne Wörter und Textpassagen hervorgehoben werden.
  7. Finger und Papier bleiben tintenklecksfrei.
  8. Wenn das Wort Untermalung braucht, eignet sich der Bleistift hervorragend für Zeichnungen.
  9. Wem der Text zu grau ist, der schreibt mit Buntstiften.
  10. Der Bleistift ist das umweltfreundlichste unter den Schreibwerkzeugen.

Ein Bleistift macht noch keinen Text

Natürlich ist es nicht so, dass der Bleistift allein ausreicht, um aus Wörtern Sätze werden zu lassen. Es braucht Papier, auf dem der Stift seine Runden drehen kann. Für kurze Notizen zu Gedankenblitzen reicht ein loses Blatt, ein Schmierzettel oder ein Postit. Praktischer jedoch ist ein =>Notizblock, der überallhin mitgenommen werden kann und so jederzeit schreibbereit zur Verfügung steht. Ein Block ist auch aus organisatorischen Gründen zu empfehlen, lassen sich doch alle Texte an einem Ort sammeln und landen nicht versehentlich im =>Papierkorb.

Mit einem stumpfen Bleistift schreibt es sich mühsam und das Schriftbild wird unsauber. Um das Schreibgerät schön scharf zu  machen, ist ein Spitzer unverzichtbar. Den gibt es mittlerweile in so vielen Varianten, wie der =>DUDEN Wörter hat, aber der wahre Texter ist Purist und schwört auf den einfachen Anspitzer aus Metall, der leicht in der Hand liegt und der Späne im Nu abhobelt.

Korrekturen gehören zum Geschäft des Copywriters. Glücklicherweise lassen sich mit einem Bleistift geschriebene Fehler einfach wegradieren (im Gegensatz zum Kugelschreiber, denn damit bleibt nur noch das Durchstreichen als Mittel der Ausmerzung). Die Wahl des Radiergummis ist übrigens eine äußerst sensible Angelegenheit. Es gilt der Grundsatz: Lieber auf Qualität setzen anstatt einen hübsch anzusehenden „Ratzefummel“ wählen. Denn ein fehlerhaftes Wort soll sich schließlich vom Papier verkrümmeln und nicht als graue Schmierwolke verewigt werden.

Achtung, fertig, schreiben, los?

Stützt man sich auf diese kleinen Helferlein, kann es eigentlich losgehen mit dem Texten. Doch halt! Da fehlen noch ein paar wesentliche Dinge: Neben Schreibblock, Papierkorb und DUDEN, braucht ein echter Copywriter auch Wörtbücher (eins für die Übersetzung und eins für Synonyme), ein Lexikon, Zeitungen und Magazine, Smartphone und Computer, klassische Musik – und Kaffee. Doch diese Texterwerkzeuge sollen Gegenstand der nächsten Betrachtungen sein. Bis dahin: Wechseln Sie mal wieder von Touchpad und Tastatur zum guten, alten Bleistift. Sie werden sehen: Es ist ein ganz neues Schreibgefühl.

S.T.